„Wir haben doch genug Patienten – wozu eine neue Website?” Diesen Satz höre ich oft. Die Antwort steckt in den aktuellen Studien zum Suchverhalten der Deutschen. Sie zeigen sehr deutlich: Selbst ein persönlich empfohlener Patient prüft Ihre Praxis heute zuerst online – und entscheidet dort, ob er anruft oder weiterzieht.
Empfehlungen bringen den Namen – die Website entscheidet über das Vertrauen
Die gute Nachricht zuerst: Die persönliche Empfehlung von Freunden und Familie ist laut der repräsentativen Datapuls-Studie 2021 mit 83 % weiterhin der häufigste Weg zu einer neuen Praxis. Mundpropaganda ist also keineswegs tot.
Aber: Was passiert, nachdem der Name gefallen ist? Man googelt ihn. Und genau dort entscheidet sich das Vertrauen. Dieselbe Studie zeigt:
- 73,8 % der Befragten legen Wert auf eine vertrauenswürdige, informative eigene Website bei der Arztsuche.
- 53,1 % achten auf einen guten Google-Eintrag mit mindestens 4 von 5 Sternen.
Eine veraltete oder fehlende Seite entwertet damit jede Empfehlung – der erste digitale Eindruck widerspricht dem guten Wort, das ein Patient gerade gehört hat.
Google ist die erste Anlaufstelle
Dass die Recherche online beginnt, belegt die Bertelsmann Stiftung (Spotlight Gesundheit): Etwa jede 20. Suchanfrage bei Google hat einen Gesundheitsbezug, und mehr als die Hälfte der Internetnutzer sucht mindestens einmal im Jahr gezielt nach medizinischen Informationen. Arzt- und Praxissuchen sind dabei fast immer lokale Suchen („Hautarzt + Stadt”) – und die finden heute überwiegend mobil, auf dem Smartphone, statt. Wer hier nicht sauber und schnell lädt, ist faktisch unsichtbar.
Der Telefon-Frust treibt den Boom der Online-Termine
Die deutlichste Entwicklung der letzten Jahre zeigt der Digitalverband Bitkom (repräsentative Befragung, Ende 2025): Die Online-Terminbuchung ist vom Nischenthema zum Standard geworden.
- 64 % der Deutschen haben bereits einen Arzttermin online vereinbart – 2023 waren es erst 36 %, 2024 schon 50 %. Der Trend ist eindeutig.
- 88 % finden, dass Praxen telefonisch oft schwer erreichbar sind.
- 75 % fordern, dass alle Praxen eine Online-Terminbuchung anbieten sollten.
Besonders aufschlussreich: 58 % buchen über Plattformen wie Doctolib oder Jameda – aber 25 % buchen direkt über die Website der Praxis. Eine eigene Seite mit einfacher Kontakt- und Terminmöglichkeit ist also kein „Nice-to-have”, sondern ein echter Conversion-Kanal, der nicht an Portale abgegeben werden muss.
Was das für Ihre Praxis bedeutet
Die Zahlen ergeben zusammen ein klares Bild. Eine zeitgemäße Praxis-Website sollte:
- mobil-optimiert sein – dort findet die lokale Suche statt;
- schnell laden – Geschwindigkeit ist Sichtbarkeit bei Google;
- Vertrauen aufbauen – professionelles Design, das zur Empfehlung passt;
- eine unkomplizierte Kontaktaufnahme bieten – idealerweise mit Online-Termin.
Fazit
Niemand muss aus Angst handeln – aber die Daten sind eindeutig: Patienten recherchieren online, und die eigene Website entscheidet über den entscheidenden ersten Eindruck. Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Praxis heute digital steht, melden Sie sich gern für eine kostenlose, unverbindliche Sichtbarkeits-Analyse.
Quellen
- Bitkom e. V.: Zwei Drittel vereinbaren Arzttermine online (repräsentative Befragung, 1.145 Personen ab 16 Jahren, 2025)
- Datapuls 2021 (Socialwave / Consumerfieldwork): Patientenumfrage zur Arztsuche (1.005 Befragte ab 18 Jahren)
- Bertelsmann Stiftung: Spotlight Gesundheit – Gesundheitsinfos